29.10.2009

 

Letzte Woche war ich viel im Wald - es war die goldenen Oktoberwoche in diesem Jahr.

Die neuen Bilder folgen gesammelt in Kürze.

 

22.10.2009

Nach fünf Tagen des sonnigen Oktoberwetters, dass man sich spätestens im August zu wünschen beginnt, regnet es heute. Gestern war es noch einmal fast sommerlich warm - ich ging mit einer Wolljacke los und kam im T-Shirt von meinem Spaziergang zurück.

Dieses Haus hat ein Zinkdach: Ich glaube, sowas ist billiger als Ziegel. Es hat auch den Vorteil, dass man den Regen hören kann. Kater Dito kam früh von der Nachtschicht heim, nass wie ein Pudel und krähte nach Fisch. Weil der Fisch nicht mehr wegläuft (schwimmt), wirft er ihn selbst ein wenig in der Küche herum, um eine Jagd zu simulieren. Als Kinder haben wir das auch so gemacht: War die Wirklichkeit nicht abenteuerlich genug, haben wir uns die Gefahr, die Spannung simuliert.

Damit hört man im Laufe der Jahre, im 'erwachsen werden' nicht auf - da bin ich mir sicher. Man bringt sich bloß selbst bei, das Simulieren nicht mehr als solches zu erkennen. Als Kind schämt man sich dafür nicht, und selbst wenn man sich ganz ins Spiel versenkt hat, weiß man immer noch, dass man spielt.

Später zwingt man sich (und die anderen), die Simulation (und wie viele simulieren sich ihre Leben zu einem schlechteren?!) zu glauben.

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Leider habe ich das Datenkabel der Kamera nicht dabei: Die Fotos müssen also bis nächste Woche warten...

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Und nochmal die Ankündigung für alle Niederrheiner: Wort und Tonschlag treten wieder auf am zweiten Dezemberwochenende in Geldern und Kevelaer!

20.10.2009

Ein Tanzabend in Bonn:

(Ich tanze mit dem Kollektiv Rademacher/Lima)

Heute Nacht träumte ich wieder davon, mit schmerzendem Knie am Rand zu sitzen, während alle anderen tanzen - im letzten Studienjahr ging das täglich so. Sobald das Training an Fahrt gewann, musste ich aussteigen. Warum träumt man nur Sachen, die so weh tun?



19.10.2009


Für eine Woche hüte ich das Haus der Malerin Ulrike Panhorst. Bei einem ersten Besuch im vergangenen Herbst zeigte sich der sonst fremdelnde Kater Dito angetan von mir - so kam sie auf die Idee, mich für die Zeit einer einwöchigen New-York-Reise als Resident zu engagieren. Ich bin dankbar dafür, aus der Stadt aussteigen zu können. Endlich sehe ich was vom Herbst!

Eine Fliege ist meine einzige Gesellschaft. Dito ist draußen. Er hat den halben Tag verschlafen - nach ein paar Stunden schon legte er sich auf mein Bett, so als wären wir alte Freunde. Ich bin in Bedburg-Hau, fast am Ende des Niederrheins, wo nicht mal mehr Fuchs und Hase das Gute-Nacht-Sagen für nötig halten: Sie sitzen schweigend nebeneinander und begucken sich die flache Landschaft. Fährt man hier mit dem Rad die Straßen ab, so kommt man immer wieder an hoch umzäunten, alten Gebäuden vorbei: Geschlossene Häuser einer riesigen psychiatrischen Klinik, Relikt aus Zeiten, in denen man es für sinnvoll hielt, alle psychisch Kranken eines gesamten Landstriches auf einem Fleck zusammenzuwerfen.

Der Himmel hängt tief. Es ist windig und grau, Hunde bellen, die Menschen sind eigen, scheu, fast misstrauisch, ungeduldig im Verkehr und meist sehr still. Schon nach wenigen Stunden Einsamkeit rede ich mit mir selbst, so als wär' es das normalste der Welt. Die Ruhe macht mich tätig und wach.

 

12.10.2009

Gestern um elf Uhr nachts gab es über Köln ein Gewitter. Marie-Laure musste mit dem Rad vom Bahnhof nach Nippes fahren, mitten durch den fetten Regen.
Bevor wir in Düsseldorf den Bahnhof betreten hatten, war es noch trocken gewesen. Als wir dann oben auf dem Bahnsteig ankamen, regnete es so heftig, dass man trotz Überdachung nass wurde. Zwei andere Tänzer warteten auch auf den Zug. Sie hatten Stühle dabei, auf denen sie sitzen konnten - ihre Requisiten. Sie hatten es eiliger als wir und sprangen in einen ICE. Auf unserem Gleis erstmal der Nachtzug nach Prag - Erinnerungen an Fahrten nach Kopenhagen, zu sechst im Abteil mit mindestens zwei Schnarchern und kaum Schlaf.

Im IC war es ruhig. Wir ließen noch einmal Revue passieren. Hatte es den Zuschauern gefallen? Genau weiß man es nie. Mehr Action hätte nicht geschadet..

Ich stand in Köln allein am S-Bahn-Gleis und sah, wie stark es regnete. In Düsseldorf hatte ich noch behauptet, in Köln würde es bestimmt trocken sein. Auf dem Weg vom Ehrenfelder Bahnhof nach hause durchnässte es mich schon völlig. Hier war es still - alle weg oder im Bett.

 

08.10.2009

Erste Eindrücke von den Proben zu 'Lost*'
(click to enlarge the pictures)

 

05.10.2009

Seit zwei Jahren habe ich nicht getanzt. Mein Knie behinderte mich so stark, dass ich das letzte Training abbrach und beschloss, erst wieder zu tanzen, wenn das Knie geheilt sein würde.

Nun sind zwei Jahre vergangen. Das Knie ist noch immer nicht heile, aber ich habe trotzdem wieder begonnen:

Das AgoraNow-Kollektiv tritt mit dem Stück 'Lost*' am Sonntag, 11. Oktober im Tanzhaus NRW in Düsseldorf auf.

Am Freitg, 30. Oktober sind wir in Bonn im Hotel Beethoven an der Rheinpromedade zu sehen (unter www.moving-locations.de gibt es auch Bilder vom Stück). Hier tanzen wir in der alten Hotelküche.

Ihr seid alle herzlich willkommen!