16.06.09

Ein Lob der Firma Winterwork aus Grimma in Mecklenburg. Innerhalb von vier Arbeitstagen wurden die ersten hundert Exemplare des Buches geliefert:

Saubere Arbeit.

Jetzt ist es nicht nur von innen schön, sondern auch von außen - in der Reihenfolge ist das ja zulässig.

 

Nachtnotiz

Im Laufe der Zeit findet man die Tricks, mit deren Hilfe sich Nächte an der Rezeption durchwachen lassen, ohne zu großen Schaden in den darauf folgenden zwei Tagen anzurichten. Das Fernsehen war eine große Versuchung, die sich in einer Kurve erst stetig gesteigert hat bis zu stundenlangem Rumzappen in der Sinnlosigkeit des kostenlosen Nachtprogramms. Man könnte einen eigenen Artikel schreiben über die Entbehrung jeglicher Sinnlichkeit in all den Erotik- und Sexwerbungen. Leider scheinen sie zu funktionieren...und es liegt vielleicht an den durch die Krise gesunkenen Werbekunden, dass das Spätefernsehen immer mehr von nicht ganz koscheren Werbeinhalten bevölkert wird.
Treffend beschrieb Kollege Thomas gestern hinterm Tresen des die Wirkung des Fernsehens: Es macht dumpf.
Wenn du es abends einmal eingeschaltet hast, wirst du es kaum schaffen, anschließend noch zwei Stunden zu lesen und dich in einem Buch zu verlieren.
So ging es mir jedenfalls um den Scheitelpunkt meiner Konsumkurve herum. Zugegeben interessant war die Erkenntnis, dass RTL2 spätnachts oft die besten Filme zeigt. Kubrick, Gus van Sant, und alte Bruce-Lee-Klassiker. Einzige Konkurrenz die Reihe 'Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs' auf 3sat. Krönung hier der tatsächlich sehr brutale 'Oldboy' von Park Chan-wook. Wer nicht sehen möchte, wie ein nicht ganz kleiner Tintenfisch lebend verspeist wird, sollte bei RTL bleiben...


Zurück zu den Tricks: Früh genug Kaffee trinken. Es bringt nichts, zu warten, bis man richtig müde ist. Am Anfang habe ich morgens zum Brötchen um sechs noch eine Tasse getrunken: Frisch gebrühter Kaffee nach einer Nacht ohne Schlaf ist schwer zu umgehen. Aber das ist natürlich Quatsch.

Und natürlich die positive Einstellung. Wer leidend kommt, wird auch leiden und leidend gehen. Leichter ist das natürlich im Sommer, wenn schon 4.15 draußen die ersten Vögel zu singen beginnen. Hilfreich hierfür sind, wie in den meisten Lebenslagen, gute, lesbare Bücher.